Warum erkranken Eichen am sogenannten Akuten Eichensterben – und wie lässt sich dagegen vorgehen? Diesen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt AOD-Risk, das im August 2026 begonnen hat.
Vermutet wird ein Zusammenwirken von Bakterien und Insekten, insbesondere dem Zweipunktigen Eichenprachtkäfer, in bereits geschwächten Beständen. Wie sich die beteiligten Bakterien zwischen den Bäumen ausbreiten, ist noch ungeklärt. Typische Anzeichen sind dunkle Schleimflussstellen an der Rinde und eine lichter werdende Krone.
Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt, die Universität Hohenheim und das Julius Kühn-Institut untersuchen Erreger, Standortbedingungen und Krankheitsverläufe. Daraus sollen Verfahren zur Früherkennung und Empfehlungen für die Forstpraxis entstehen. Auch Thüringen ist betroffen: Hier wurden mit der Erkrankung verbundene Bakterien erstmals 2023 nachgewiesen.