Das Holz abgestorbener Fichten kann auch nach längerer Standzeit noch für hochwertige Holzprodukte geeignet sein. Das zeigt das Forschungsprojekt NUKAFI. Bei fehlerfreien Holzproben fanden die Forschenden selbst nach vierjähriger Stehendlagerung keine nachweisbaren Festigkeitsverluste. Entscheidend für die Verwendbarkeit sind jedoch der tatsächliche Holzzustand sowie Schäden durch Risse, Fäule oder Insekten.
Daraus lässt sich keine pauschale Empfehlung ableiten, tote Fichten jahrelang stehen zu lassen. In den untersuchten Beständen traten spätestens nach zwei Jahren ernsthafte Gefahren durch abbrechende Kronen und Stämme auf. Nach drei Jahren bewerteten die Forschenden nicht geräumte Dürrständerflächen als unzugänglich für forstliche Arbeiten.
Ein neuer Leitfaden unterstützt Waldbesitzende und Forstbetriebe bei der Bewertung und Verwertung des Schadholzes. Holzqualität und sichere Aufarbeitung müssen dabei gemeinsam betrachtet werden.